Kainsbacher Mühle im Kellereihof

Kontakt:
Förderkreis Historisches Michelstadt e.V.
Einhardspforte 2
64720 Michelstadt
Telefon: 0160-94483951

Öffnungszeiten:
Von März bis Oktober
Mittwoch, Samstag und Sonntag
von 13 bis 17 Uhr

Weitere Informationen:
Förderkreis Historisches Michelstadt

Kainsbacher Mühle: Die Museumsmühle Michelstadt

Die voll funktionsfähige, historische Getreidemühle wurde erstmals im Jahre 1426 in Nieder-Kainsbach im Gersprenztal im Odenwald urkundlich erwähnt. Im Zinsbuch des Grafen von Wertheim wurde sie damals als Wassermühle gelistet.

1983 wurde die stillgelegte Mühle von ihrem alten Standort nach Michelstadt umgesetzt und über einen Zeitraum von einigen Jahren wieder aufgebaut. Die Antriebstechnik für ein sogenanntes oberschlächtiges Wasserrad sowie die Vorgelege für den Antrieb durch einen Elektromotor (Baujahr 1910) ermöglichen Vorführungen der historischen Mühlentechnik. Kammrad, Königsrad und Stockgetriebe für drei Mahlgänge sowie einem Getreidetransportsystem durch Transmission – ein Gurtbecherwerk über drei Mahlböden machen für den Besucher die historische Technik nachvollziehbar und erlebbar.

Die Getreidemühle ist vollständig mit Mahlgängen wie Stein/Schälung, Schrotgang und Mehlgang ausgerüstet. Dazu kommen die notwendigen Hilfsmaschinen wie z.B. Trieur. Dies ist eine liegende Spitz- und Schälmaschine zur Säuberung des Getreides von Staub und Erde sowie der Entfernung der Kleie. Auch ein Aspirateur und eine Hafer-Quetsche helfen beim Mahlen.

Die Entwicklung der Mühlentechnik über die Jahrhunderte zeigt sich am Beispiel der Ablösung der Mahlsteine durch den Walzenstuhl. Der Walzenstuhl der Kainsbacher Mühle wurde 1890 eingebaut und ist mit einem gegenläufigen, geriffelten Walzenpaar ausgelegt.

Die Kainsbacher Mühle - ein technisches und kulturhistorisches Denkmal – ist seit 1993 drei Mal wöchentlich für Interessierte geöffnet. Es werden Führungen angeboten, die zwischen 30 und 90 Minuten dauern. Gebucht werden können diese direkt beim Förderkreis.