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Info von Hessen mobil: Spatenstich Neubau Talbrücke bei Bad König/Zell

Mit dem Spatenstich haben am 23. April 2026 die Bauarbeiten für den Neubau der Zeller Brücke bei Bad König/Zell begonnen. Für den Ersatzneubau ist eine Bauzeit von etwas mehr als einem Jahr vorgesehen. Die Verkehrsfreigabe für die Wiederherstellung der wichtigen Nord-Süd-Verbindung im Odenwald ist für Juni 2027 geplant.

„Fast auf den Tag genau ein Jahr ist es her, dass die alte Brücke wegen Längsrissen gesperrt werden musste. Mir ist sehr bewusst: Das Leben der Menschen hier in Zell, aber auch entlang der Umleitungsstrecken, ist seitdem ein anderes“, so der Hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Kaweh Mansoori. „Wir haben von Anfang an allen Betroffenen das Versprechen gegeben, dass wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln diese zentrale Verkehrsader im Odenwald so schnell wie möglich wieder beleben. Mit dem heutigen Spatenstich kann ich sagen: Wir haben einen großen Teil dieses Versprechens eingelöst. Damit wir heute - nur ein Jahr nach der Sperrung - mit dem Neubau beginnen können, haben wir eine neue Geschwindigkeit für solche Infrastrukturprojekte geschaffen: das Odenwaldtempo. Wir haben Planungsprozesse beschleunigt, Verfahren vereinfacht und gemeinsam Verantwortung übernommen. Die alte Brücke wurde in Rekordzeit abgerissen, die Ausschreibung parallel vorbereitet. Heute stehen wir hier und die Bauarbeiten für die neue Zeller Brücke beginnen. Nächstes Jahr können wir voraussichtlich bereits die Verkehrsfreigabe feiern. Das „Odenwaldtempo“ steht für einen neuen Pragmatismus im Infrastrukturbau und ist Maßstab dafür, wie wir künftig planen, entscheiden und bauen. Diese Leistung war nur durch das große Engagement aller Beteiligten möglich. Dafür gilt ihnen mein ausdrücklicher Dank.“

„Der Neubau der Zeller Brücke ist ein Projekt mit sehr hoher Priorität – für die Menschen vor Ort ebenso wie für den regionalen Wirtschaftsstandort Odenwald. Es ist aber auch ein Leuchtturmprojekt in Sachen Schnelligkeit und Bürokratieabbau. Am Beispiel der Zeller Brücke zeigt sich deutlich, was möglich ist, wenn alle Kompetenzen gebündelt werden und alle rechtlichen Spielräume zur Planungs- und Baubeschleunigung ausgeschöpft werden“, erklärt Hessen Mobil-Präsident Heiko Durth.

„Dahinter steckt die intensive Arbeit vieler Kolleginnen und Kollegen bei Hessen Mobil – in der Planung, im Bau, im Verkehr und in der Abstimmung mit allen Behörden. Dafür danke ich unseren Mitarbeitenden wie auch allen anderen Beteiligten sehr. Ausdrücklich möchte ich auch dem Bundesverkehrsministerium danken, das bei diesem Projekt alle notwendigen Weichen mit einer enormen Schnelligkeit gestellt hat.“

Aktueller Zeitplan für den Neubau

  • Ab Mai 2026: Tiefgründung für die neuen Pfeilerpaare
  • 29. Juni bis 7. August 2026 / Hessische Sommerferien: sechswöchige Sperrpause der Bahnstrecke für die Herstellung des Widerlagers Süd
  • Ab Oktober 2026: Fertigstellung der Unterbauten und Stützwände
  • 5. bis 17. Oktober 2026 / Hessische Herbstferien: zweiwöchige Sperrpause der Bahnstrecke zur Herstellung des Traggerüsts über der Bahnlinie für die Schalung des Überbaus
  • November 2026: Betonage des Überbaus
  • Winter 2026/2027: Herstellung der Kappen und Abdichtung, Brückenausstattung, Straßenbau, Rückbau der Baustraße und Behelfsbrücke
  • Juni 2027: geplante Verkehrsfreigabe, abhängig von Winterverhältnissen
Details zum Neubau

Der Ersatzneubau der Zeller Brücke entsteht als Spannbetonbauwerk mit drei Feldern – analog zur alten Brücke. Auch in der Ansicht wird sich der Neubau mit dem markanten Pfeilerpaar am bisherigen Erscheinungsbild orientieren.

Das neue Brückenbauwerk wird wegen der etwas größeren Bauhöhe des Überbaus konstruktionsbedingt um etwa 51 Zentimeter höher sein.

Das Widerlager Nord wird an gleicher Stelle stehen, das Widerlager Süd wird mit der Stützwand parallel zur Bundesstraße leicht versetzt werden. Widerlager und Pfeiler werden gegenüber der alten Brücke tiefgegründet. Der Überbau wird als Ganzes vor Ort in Beton hergestellt, wofür zuvor eine Schalung errichtet werden muss. 
 

Hier investiert Deutschland 

Die Kosten für das neue Bauwerk liegen bei rund 10,2 Millionen Euro. Zusammen mit den Kosten für den Abbruch, den Landschaftsbau und sonstigen Kosten ergeben sich Gesamtkosten für das Projekt von rund 15 Millionen Euro. 

Das Projekt wird aus Mitteln des Sondervermögens „Infrastruktur und Klimaneutralität“ des Bundes finanziert. 

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