Städtepartnerschaft Michelstadt & Rumilly steht für Frieden und Freiheit

15. Mai 2018

Am 11. November jährt sich das Ende des 1. Weltkrieges im Wald von Compiègne bei Paris. Vor einhundert Jahren kämpfte Deutschland unter anderem gegen Frankreich. Aus einer erbitterten Feindschaft wurde gelebte Freundschaft. Ohne Frankreich und Deutschland hätte die Europäische Union nicht den Stellenwert, den sie heute genießt. „Beispielhaft hat sich die Städtepartnerschaft mit Rumilly über mehr als 45 Jahren entwickelt“ hält der Michelstädter Bürgermeister Stephan Kelbert bei der Verleihung des Partnerschaftspreises fest.

Die Städte verleihen jedes Jahr einen Partnerschaftspreis an Menschen, die sich um die Städteverschwisterung besonders verdient gemacht haben.

„Viel für die Belebung und den Elan der aktuellen Beziehungen geht auf den Bürgermeister Rumillys, Pierre Béchet, zurück“ hält dessen Amtskollege Stephan Kelbert fest. Er hatte vor 10 Jahren ein neues Städtepartnerkomitee gegründet und hierdurch einen wesentlichen Impuls für den Austausch gegeben.

Im Vorfeld eines Festaktes am 11. November 2018 in Rumilly stattet nunmehr eine Abordnung Rumillys im Vorfeld dieses Ereignisses den Michelstädtern einen Freundschaftsbesuch ab. Rumilly ist jedes Jahr mit einem Verkaufsstand auf dem Michelstädter Bienenmarkt vertreten, dessen Erlös kommt dem Schüleraustausch zu Gute.

Über das Bienenmarktwochenende standen schwungvolle Veranstaltungen an, bei denen sich neben den Mandatsträgern und Bürgern auch Musikschulen, Mountainbikefahrer aber auch eine Musikgruppe ausgetauscht haben. Auch die katholischen Kirchengemeinden und die deutsch-französischen Wandergruppe pflegten ihre Beziehungen.

Verbunden war das Städtetreffen mit einer freundschaftlichen Visite der Feuerwehren. Die „Happy Sound Marching-Band“ konnte Verbindung mit einer Musikgruppe aus Frankreich aufnehmen. Für neuen Schwung sorgte auch die Begegnung zweier Musikschulen. Positiv und effektiv verlief das Gespräch zwischen Herrn Peter Martin, der Leitung der Musikschule Odenwald,  sowie Herrn Christophe Coronas und seiner Frau von der Ecole de Musique Rumilly. Durch die herzliche Begegnung wurden die Kontakte vertieft und weitere Treffen fest vereinbart.

Der deutsch-französische Kulturaustausch wurde dann auch bei einem Besuch des Niederwald-Denkmals, einer Weinprobe und einer Schiffstour gepflegt. Dem herzlichen Empfang wird dann ein Schüleraustausch folgen und auch weitere Gemeinsamkeiten wie z.B. die Durchführung von Wanderungen werden dafür sorgen, dass die Städtepartnerschaft weiterhin ein Beispiel für das Zusammenwachsen in Europa bildet.