Neuer Hochbehälter beim Michelshof nimmt Formen an

7. September 2018

Derzeit wird der Hochbehälter am Michelshof inklusive Leitungen komplett neu gebaut. Ein beauftragtes Fachunternehmen aus Ravensburg (HydroElektrik) ist derzeit dabei die Edelstahltanks zu verschweißen.

Die Sanierung des 1967 errichteten Wasserhochbehälter II (Am Heuberg) hätte nach Mitteilung der Stadtwerke GmbH einen ähnlich hohen finanziellen Aufwand erfordert wie ein Neubau. Die Stadtwerke Michelstadt bauen den neuen Hochbehälter in der Nähe der bestehenden Anlage, um die vorhandene Infrastruktur zu nutzen und die hydraulischen Rahmenbedingen wie z.B. Wasserspiegelhöhe und Druckverhältnisse beizubehalten.

Der neue Hochbehälter besteht aus betonierten Gebäudeteilen und Wänden in Holzständerbauweise, damit passt sich das Gebäude gut der Umgebung an. Ortsansässige Betriebe haben den Bau ausgeführt, die Tanks werden vom Fachbetrieb installiert heißt es in einer Pressemeldung der Stadt Michelstadt.

Die zwei Edelstahltanks haben jeweils einen Durchmesser von 10 Metern und sind rund 7 Meter hoch. Die Behälter werden nach einem patentierten Verfahren vom Spezialisten HydroElektrik (Ravensburg) vor Ort geschweißt. Diese Schweißarbeiten sind jetzt abgeschlossen.

Neben den beiden Tanks beinhaltet das Gebäude noch eine Entsäuerungsanlage sowie elektro- und steuertechnische Einrichtungen. Über das ebenfalls neu errichtete Pumpwerk Deckquelle wird das Wasser der Löwenkopf-, Deckel- und Miesquelle in den neuen Behälter gepumpt, zusätzlich wird er noch vom Tiefbrunnen Heuberg mit versorgt. Zwei Tanks mit einem Fassungsvermögen von je 500 Kubikmeter (cbm) sichern dann im kommenden Jahr die Trinkwasserversorgung von Michelstadt ab.

„Nach Fertigstellung der Behältnisse wird der Hochbehälter knapp 2.000 Haushalte in Michelstadt, Stockheim und Steinbach versorgen“ stellt Ulrich Rauth, Geschäftsführer der Stadtwerke Michelstadt fest. Insgesamt hält der Betrieb rund 4.700 Hausanschlüsse mit 5.400 eingebauten Wasserzählern vor. An Förderanlagen stehen 3 Quellen und 6 Tiefbrunnen zur Verfügung.

Mit den vorhandenen 7 Behältern und einer Menge von ca. 4.200 cbm besitzt der Wasserversorger enorme Speicherkapazitäten. In den vergangenen Jahren waren diese auch notwendig, die Stadtwerke Michelstadt verkaufen im Jahr rund 750.000 cbm Trinkwasser.

„Sofern früher die Becken gefliest wurden und die verzinkten Rohre immer wieder gestrichen werden mussten, so haben wir mit den neuen Edelstahltanks und Leitungen auch wesentliche weniger Aufwand, was auch die Folgekosten reduziert“ hält der gelernte Diplom-Betriebswirt (FH) Ulrich Rauth fest.

Edelstahl ist inert und hat sich im Bereich der Trinkwasserversorgung längst als Werkstoff erster Wahl bewährt. Hervorgehoben werden in der Regel insbesondere die Beständigkeit des Edelstahls in korrosionschemischer Hinsicht und die damit verbundene Langlebigkeit. Die Edelstahlbehälter sind komplett verschweißt, gebeizt und passiviert. Dichtungsmaterialien sind nicht erforderlich.

Auch wenn die Anschaffungskosen etwas höher sind, langfristig macht sich der Einsatz des Edelmetalls auf jeden Fall bezahlt. Mit dem Neubau ist dann dort außerdem „alles auf dem neusten Stand“, erläutert Geschäftsführer Rauth abschließend.