An der Teichanlage hinter dem Waldschwimmbad stehen große Veränderungen an

25. September 2018

An den Teichen hinter dem Parkplatz des Waldschwimmbades ist es in den letzten Jahren ziemlich dunkel geworden. Die Fichten und Douglasien die am Hang hinter den Teichen insbesondere am oberen Teich stehen, sind in die Höhe geschossen und nehmen dem Teich das Licht. „Von Natur aus würden diese Baumarten nicht an einem Gewässer stehen,“ so kommentiert Förster Burkhardt Klose den jetzigen Zustand. „Erlen und Weiden, Eschen und Ulmen sind Baumarten die nasse Standorte bevorzugen und mit ihren Wurzeln den Uferbereich befestigen und mit ihrer Lebensweise die Wasserqualität fördern.“ Die Nadeln der Fichten und Douglasien verrotten nur langsam und stellen keine passende Nahrung für die Wasserorganismen dar. Zudem ist der obere Teich fast völlig verlandet.

Bei einem Abstimmungsgespräch im Frühjahr über Naturschutzmaßnahmen in Michelstadt diskutierten Naturschutzbehörde, Umweltver-bänden, Stadt- und Forstverwaltung unter anderem über den verbesserungsbedürftige Zustand der Teichanlage und suchte nach Lösungen. Man war sich einig, die Situation soll und kann verbessert werden. Bekannt ist der Bereich zwischen Waldschwimmbad und Ponyhof für seinen Amphibienreichtum, hier finden sich in Abhängigkeit von der Jahreszeit Feuersalamander, Erdkröte, Grasfrösche und Molche. Grund genug der natürlichen Gestaltung der Gewässer mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

In einem ersten Schritt sollen Anfang Oktober die Nadelbäume gefällt werden. Sowohl die Stämme als auch die Äste und das Reisig werden dann abtransportiert und verwertet. Anschließend wird die Böschung mit heimischen Blühsträuchern eingepflanzt. Direkt an das Ufer werden locker kleinwüchsige Weiden und Erlen gepflanzt, sodass die Sicht auf die Teiche erhalten bleibt. „Wer sich das zukünftige Bild vorstellen will, braucht sich nur den vorderen Bereich des unteren Teiches anzuschauen“ so noch einmal der Michelstädter Förster, der auch die Umgestalt-ungsarbeiten mit seinem Team vornehmen wird „da wurden im Jahr 2010 schon die Erlen ausgedünnt und einige Fichten in Wassernähe entfernt.“

Natürlich wird die Veränderung am Anfang ungewohnt sein, nach Abschluss der Räumungsarbeiten, die selbstverständlich jetzt im Oktober außerhalb der Brut und Setzzeiten stattfinden werden, wird mittelfristig aber das ganze Areal optisch und die Natur durch eine standortgerechte Lebensraumgestaltung gewinnen.