Michelstadt aktiv in Sachen Verkehrssicherheit

25. September 2018

Gerade im Umfeld der Theodor-Litt-Schule und den Beruflichen Schulen des Odenwaldkreises besteht für die Schülerinnen und Schüler ein Interesse an angepassten Geschwindigkeiten. Die Bundesstraße 47 trennt den Ortskern von Stockheim mit dem Neubaugebiet. Problematisch ist bei der Beurteilung der Verkehrssituation die lange Gerade auf der breit ausgebauten Bundesstraße. Der Fahrbahnteiler, der die Taunusstraße mit der Straße Am Spritzenhaus (Ortskern) verbinden soll, optimiert zwar die Gesamtsituation letztendlich bestand jedoch Handlungsbedarf für weitere Maßnahmen.

„Auch wenn wir keine extremen Fallzahlen in diesem Abschnitt zu verzeichnen haben, so kommt es immer wieder vor, dass einzelne Kraftfahrer mit 70 bis 80 km/h in die geschlossene Ortschaft einfahren“ so Kelbert in seiner Person als Straßenverkehrsbehörde. Seit 2012 wurden in der Amorbacher Straße mehrfach Verkehrserhebungen durchgeführt.Die Auswertungen ergaben, dass eine stationäre Geschwindigkeitsüberwachung als notwendig erachtet wurde, um die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h zu sichern.

Um diese Fahrer zu sorgfältiger Fahrweise anzuhalten hat die Stadt nunmehr für 24.000 Euro eine Säule erworben. Die Einsätze wie z.B. die Kamera sind bereits vorhanden und werden gemietet. Somit ist eine Unabhängigkeit gegenüber anderen Betreibermodellen gegeben.

In anderen Städten wurden Blitzersäulen über Leasingunternehmen abgewickelt, die teilweise Anlagen aus finanziellen Gründen wieder abgebaut haben. Bekanntlich bedienen sich die einige Städte bei der stationären Geschwindigkeitsmessung Partnern aus der Privatwirtschaft, deren Geschäftsmodell in der Beteiligung an den Bußgeld-Einnahmen besteht.

Michelstadt geht hier seinen eigenen Weg: „Wir legen besonderen Wert darauf, dass sich die Verkehrssicherheit erhöht. Es geht hier in keinem Fall darum Verwarngelder zu generieren“ stellt Michelstadts Bürgermeister Stephan Kelbert abschließend fest.

Gute Erfahrungen hat die Stadt Michelstadt bereits in Steinbach gesammelt. Dort ist bereits seit Jahren in der Ortsmitte ein stationäres Gerät aufgebaut. Die Geschwindigkeiten haben sich seit der Installation wesentlich verringert, die Maßnahme war ein Erfolg stellt Markus Rinagl, zuständiger Sachbearbeiter bei der Michelstädter Ordnungsbehörde fest.

Die Maßnahme wurde im Einvernehmen mit dem Ortsbeirat, der Verkehrspolizei und Hessen Mobil vollzogen. In punkto Lärmverminderung und Luftoptimierung versprechen sich die Anwohner zudem eine positive Wirkung. Fortsetzen wird die Stadt auch die Platzierung des mobilen Geschwindigkeitsanzeigegerätes an neuralgischen Punkten. Nachdem dann das Bewusstsein geschaffen ist wird dann auch weiterhin stichpunktartig ein mobiles Gerät eingesetzt.