Grundhafte Sanierung der Friedhofstraße in Michelstadt liegt im Zeitplan

23. August 2019

Nachdem die erste Planung bereits im Jahr 2002 entwickelt wurde, ist die Fertigstellung der Friedhofstraße nunmehr in der Endphase. Die Maßnahme war in sieben Bauphasen gestückelt.

„In zwei Wochen folgt die letzte Bauphase mit der Herstellung des erneuerten Kreuzungsbereiches an der Landrat-Hoffmann-Straße“ stellt Valean Serban vom städtischen Tiefbauamt zufrieden fest. Diese Arbeiten werden dann weitere zwei Wochen in Anspruch nehmen, danach kann der Verkehr nach zwei Jahren Bauzeit wieder ungehindert fließen.

Vorbei ist dann endlich die Zeit mit Absenkungen, Löchern, defekten Rinnenplatten und der unebenen Fahrbahn. Ganze 90 cm hat das beauftragte Bauunternehmen ausgekoffert, um wegen der schlechten Bodenverhältnisse den stabilen Aufbau der Straße zu gewährleisten. „Normal wären 60 cm gewesen“ teilt Serban mit. Im alten Zustand war gerade einmal eine Teerschicht von einen Zentimeter, jetzt sind es 4 cm bei einer Tragschicht von 14 cm und einer Frostschicht von 42 cm. Ein Mineralstoffgemisch aus Schotter baut die Fahrbahn mit weiteren 30 cm auf.

Hauptursache war aber nicht nur der unzureichende Zustand der Fahrbahn, sondern die Kanalisation. Daneben wurde auch eine neue Strom- und Telefonleitung verlegt, die Beleuchtung und die Masten erneuert und weitere Versorgungsleitungen unter dem Gehweg eingebracht. Ein Leerrohr sorgt dafür, dass die Entega Medianet noch in einigen Wochen ihre Breitbandleitung verlegen kann. „Was auch noch vorgenommen wird, ist die Verlegung der Blindenführung und die Absenkungen an den Übergängen zu anderen Straßen“ ergänzt Dipl. Ingenieur Valean Serban.

2015 ist die Stadt von der „großen“ Lösung mit einem Ausbau der Straße inklusive einem beidseitigen Bürgersteig von je 1,5 Meter Breite, auf eine „kleine“ Lösung mit einseitigem Bürgersteig ohne Radweg und ohne Parkplätze übergegangen.

Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile, besonders für die Anlieger und hinsichtlich der Verkehrssicherheit, hatte das Bauamt den Auftrag erhalten, einen Ausbau der Straße mit nur einseitigem Bürgersteig zu planen und die Kosten klein zu halten. In diesem Zusammenhang stellt der Michelstädter Bauingenieur fest, dass die geplanten Kosten von 1,85 Millionen Euro sogar unterschritten werden können.

Allein die Kanalerneuerung verursachte einen Aufwand von 550.000 Euro, die Wasserleitung schlägt mit 294.000 Euro zu Buche. Man hat die dem Bürgersteig entgegen liegende Böschung weitestgehend in ihrer bestehenden Form erhalten, um dem gewachsenen Straßenbild nicht zu schaden. Auch auf Stützmauern bzw. einem ursprünglich angedachten 50 Zentimeter breiten Schrammbords (schmaler Fußweg) hat man beim Ausbau verzichtet.

Die Straße ist somit über den Verlauf von rund 800 Metern Länge zwischen 4 und 5 Meter breit. Der Gehweg misst 1,50 Meter und weist 4 Bushaltestellen auf, von denen bereits zwei ausgebaut sind. Die Tatsache, dass für die Sanierung keine Fördermittel des Landes zu erwarten sind, stellt sich für die Anlieger nicht als Nachteil dar, da Fördermittel bei der Berechnung der beitragspflichtigen Kosten nicht berücksichtigt werden dürfen. Ohnehin hat man die Fläche für den Kanal und die Wasserleitung nicht in die Berechnung einfließen lassen.