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Mitteilungen des Bürgermeisters

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nach all den Nachrichten, Ankündigungen und Verordnungen der letzten Tage möchte ich möchte nur eines zurufen: das schaffen wir jetzt auch noch.

Wir stehen ohne Zweifel vor schwierigen Wintermonaten. Das haben die steigenden Infektionszahlen der letzten 2 Wochen auch im Odenwaldkreis gezeigt. Es gilt jetzt die Dynamik aufzuhalten, um nicht innerhalb weniger Wochen in unseren Krankenhäusern Zustände zu haben, die wir nicht mehr kontrollieren können. Unsere Bediensteten im Gesundheitswesen arbeiten schon jetzt und teilweise seit Wochen am Anschlag - und das wird erstmal so weitergehen. Ihnen gehört unser Respekt, unser Dank und unsere Aufmerksamkeit. 

Die jetzigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens haben die Überschrift: Schule und Arbeiten ja, Freizeit und Vergnügen nein. Dieser Grundsatz trifft viele Menschen in Michelstadt, deren Existenz in Kultur und Gastronomie liegt, besonders hart. Denken wir dabei an die vielen Beschäftigten in diesem Bereich, die kurzfristig von Arbeitslosigkeit betroffen sein können.

Bereits vor den Ankündigungen der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten war uns klar, dass der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr in der von uns geliebten Form nicht stattfinden kann. Das ist für unsere Gewerbetreibenden in der Altstadt ein harter Schlag, da für viele der Großteil des Jahresumsatzes in diesen Wochen erzielt wird.

Wenn wir jetzt in die nächsten Wochen gehen, sollten wir uns nicht darüber entzweien, welche Regelungen im Einzelnen nachvollziehbar sind und wo die Ungerechtigkeiten liegen. Die Wochen, die vor uns stehen, müssen wir im Miteinander und in der Solidarität mit denen angehen, die diese Zeit existenziell betrifft. Vielleicht auch in dem Bewusstsein, dass es in unseren Nachbarländern (Frankreich, Belgien, u.a.) bereits wesentlich höhere Infektionszahlen und deutlich härtere Einschränkungen des privaten und öffentlichen Lebens gibt.

Zur Solidarität gehört, dass wir uns im privaten Umfeld vernünftig verhalten. Nehmen wir also die Regeln und Empfehlungen ernst. Verzichten wir auf Familienfeiern in größerem Umfang, halten wir Abstand und tragen wir so oft wie möglich und nötig eine Gesichtsmaske, insbesondere im Kontakt mit Menschen, die wir nicht regelmäßig sehen.

Ansonsten bitte ich Sie, aktiv zu bleiben. Das Leben muss weitergehen, mit dem Blick nach vorn. Draußen in der Natur, auf der Arbeit, in der Stadt. Vielleicht noch eines zur Weihnachtszeit: achten Sie auf die Angebote unserer Gastronomen, die auf Lieferservice oder Essen zum Mitnehmen umstellen. Wenn Sie an Weihnachtsgeschenke denken, verzichten Sie dieses Jahr erst recht auf Online-Bestellungen und schauen in unseren Geschäften vorbei. Helfen Sie, die Verluste zu kompensieren, damit unsere Stadt in ihrer Vielfalt gut in das nächste Jahr kommt.

Packen wir es an.

Ihr

Stephan Kelbert

P.S.: Alle aktuellen Informationen zu Fallzahlen, Regelungen, Hilfen, Adressen im Zusammenhang mit der Covid19-Pandemie finden Sie wie immer auf unserer Homepage www.michelstadt.de. Unsere Stadtverwaltung steht Ihnen ebenfalls für alle Fragen telefonisch und persönlich zur Verfügung.

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