Die November-Pogrome 1938 – deutschlandweit und in Michelstadt

Referent: Erich Becker

In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 brannten jüdische Synagogen in ganz Deutschland. Angehörige von Sturmabteilung (SA) und Schutzstaffel (SS) zertrümmerten die Schaufenster jüdischer Geschäfte, demolierten die Wohnungen jüdischer Bürger und misshandelten ihre Bewohner. 91 Tote, 267 zerstörte Gottes- und Gemeindehäuser und 7.500 verwüstete Geschäfte - das war die „offizielle“ Bilanz des Terrors. Tatsächlich starben während und unmittelbar in Folge der Ausschreitungen weit mehr als 1.300 Menschen, mit mindestens 1.400 wurden über die Hälfte aller Synagogen oder Gebetshäuser in Deutschland und Österreich stark beschädigt oder ganz zerstört. Auch in Michelstadt kam es zu derartigen Ausschreitungen – und nur der Tatsache, dass die Synagoge von Fachwerkhäusern umgeben war, ist es zu verdanken, dass sie nicht angezündet, sondern „nur“ innen zerstört wurde. Erich Becker versucht in seinem Vortrag eine Zusammenschau zwischen Ursachen und Auswirkungen – sowohl national als auch lokal (bezogen auf Michelstadt).

Ort: Synagoge, Mauerstraße Michelstadt

Anmeldung oder telefonisch: 06061-74620

 

Details

DatumUhrzeitOrtPreis
07.11.2019 19:30 - 21:00 Uhr Michelstadt


3 €