16.09.2026

25 Jahre „Frau Monse“: Eine Telefonstimme mit Herz und Humor

Kamen zu einer kleinen Feierstunde zum 25. Dienstjubiläum zusammen (v. li.): Personalratsvertreter Marc Dingeldein, Bürgermeister Dr. Tobias Robischon, Monse Merino-Rodriguez, erster Stadtrat Roger Tietz und Hauptamtsleiter Matthias Nowak.
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Kamen zu einer kleinen Feierstunde zum 25. Dienstjubiläum zusammen (v. li.): Personalratsvertreter Marc Dingeldein, Bürgermeister Dr. Tobias Robischon, Monse Merino-Rodriguez, erster Stadtrat Roger Tietz und Hauptamtsleiter Matthias Nowak.

Wer häufiger in der Zentrale der Stadtverwaltung anruft, kennt ihre Stimme vermutlich schon lange: Monse Merino-Rodriguez ist eine der „Telefonstimmen“ der Stadt – und das bereits seit 25 Jahren. Am 15. September 2001 begann sie ihren Dienst als Telefonistin im Michelstädter Stadthaus. Bei einer kleinen Feierstunde wurde sie nun von Bürgermeister Dr. Tobias Robischon, erstem Stadtrat Roger Tietz, Hauptamtsleiter Matthias Nowak und Personalratsvertreter Marc Dingeldein für ihr langjähriges Engagement geehrt.

„Wenn man 25 Jahre lang die erste Stimme der Stadt für Bürgerinnen und Bürger ist, dann hinterlässt man Spuren – und zwar nicht nur in den Telefonleitungen. Sie begegnen den Menschen mit Herzlichkeit, Geduld und einer großen Portion Humor. Sie finden auch dann noch einen Weg, wenn die Frage einmal komplizierter ist. Dafür und für ihren langjährigen Einsatz für unsere Stadt möchte ich ihnen ganz herzlich danken“, würdigte der Bürgermeister die Jubilarin.

„Mit deiner Erfahrung und vor allem mit deiner herzlichen Art gehst du jeden Tag auf die unterschiedlichsten Menschen zu und versuchst, für jedes Anliegen eine Lösung zu finden“, ergänzte Roger Tietz. „Deine gute Laune ist ansteckend und dein freundliches Wesen bleibt in Erinnerung. Bleib deshalb genauso, wie du bist: herzlich, offen, hilfsbereit und immer mit einem Lächeln.“

Auch Hauptamtsleiter Matthias Nowak hob ihren Einsatz hervor: „Sie gehören einfach zum Rathaus dazu. Viele Kolleginnen und Kollegen kennen Sie seit Jahren, und für zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sind Sie die vertraute Stimme am anderen Ende der Leitung. Dass sie nach 25 Jahren immer noch mit so viel Freude und guter Laune bei der Sache ist, ist etwas ganz Besonderes. Dafür auch von mir ein herzliches Dankeschön.“

„Was können Sie?“ – „Viel reden.“

Monse Merino-Rodriguez fing am 15. September 2001 bei der Stadt an. Zuvor hatte die gebürtige Spanierin zwölf Jahre lang bei einem Kosmetikunternehmen gearbeitet. „Dann wurde mir zugetragen, ich sollte mich doch bei der Stadt Michelstadt bewerben, und so saß ich auch schon beim Bewerbungsgespräch im Büro des damaligen Bürgermeisters“, erzählt sie lachend. Das Gespräch mit Reinhold Ruhr sei erstaunlich kurz gewesen. „Was können Sie?“, habe er sie gefragt. Ihre Antwort: „Viel reden.“ Und damit war der Job ihrer.

An ihrem Humor hat sich in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten nichts verändert: „Ich habe fast immer gute Laune. Meine Arbeit macht mir Spaß“, sagt die 57-Jährige. Besonders schätzt sie den täglichen Kontakt mit Menschen. „Es ist toll, mit Menschen umzugehen und auch bei Fragen, die nicht so einfach zu beantworten sind, Lösungen und die richtigen Wege und Ansprechpartner zu finden.“ Auch bei Beschwerden gelte schließlich: „Man möchte ja helfen und Situationen klären.“

Dass ihr Arbeitsplatz im Eingangsbereich des Stadthauses liegt, bringt einen weiteren schönen Nebeneffekt mit sich: den Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen. „Ich habe durch meinen zentralen Platz viel Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen, was natürlich auch toll ist. Daraus sind im Laufe der Zeit mit einigen auch Freundschaften entstanden.“

Vieles hat sich verändert – der persönliche Kontakt ist geblieben

Dass inzwischen 25 Jahre vergangen sind, kann die Jubilarin selbst kaum glauben. „Die Zeit ist wirklich schnell vergangen“, sagt sie. Und natürlich hat sich ihr Arbeitsalltag in dieser Zeit verändert. Wo früher noch viele Briefe ankamen, sind heute E-Mails selbstverständlich. Bürgerinnen und Bürger kamen früher persönlich vorbei, um Broschüren abzuholen – inzwischen lassen sich viele Informationen digital abrufen. Dafür ist ein anderer Service hinzugekommen: Heute kommen Bürgerinnen und Bürger unter anderem ins Stadthaus, um Müllsäcke abzuholen.

Auch einen Fahrdienst, der früher zu ihren Aufgaben gehörte, gibt es inzwischen nicht mehr. Damals erledigte sie noch Besorgungen für die Verwaltung, heute kümmern sich die einzelnen Ämter selbst darum.

Was sich trotz aller Veränderungen nicht geändert hat, ist der persönliche Kontakt. Nicht nur im Stadthaus kennt (fast) jeder die freundliche Telefonistin. Auch in der Stadt hat Monse Merino-Rodriguez über die Jahre viele Kontakte geknüpft. Zum einen natürlich als erste Ansprechpartnerin für alle, die über die zentrale Telefonnummer 74-0 bei der Stadtverwaltung anrufen. Zum anderen durch eine Tätigkeit, die sie ebenso mit Freude ausübt wie ihren Beruf in der Stadtverwaltung: Seit 40 Jahren unterstützt sie in ihrer Freizeit bei zahlreichen Veranstaltungen und in Gastbetrieben als Servicekraft.

So kennt man sie auch außerhalb ihres Arbeitsplatzes in der Stadt – und manchmal wird sie dabei auf ungewöhnliche Weise angesprochen. Für manche ist ihr Nachname nämlich schlicht zu kompliziert. Dann heißt es eben: „Hallo, Frau Monse“.