Rund 900.000 Euro für eine barrierefreie Innenstadt

Die Stadt Michelstadt treibt die Barrierefreiheit ihrer historischen Innenstadt weiter voran: Für das Projekt „Barrierefreie Innenstadt“ stellt das Land Hessen rund 900.000 Euro zur Verfügung.
Den Förderbescheid übergab die Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales Heike Hofmann am Samstag bei einer öffentlichen Feier im Kellereihof an Bürgermeister Dr. Tobias Robischon, Vertreter der städtischen Gremien und die Cittaslow-Arbeitsgruppe „Barrierefreies Michelstadt“. Weitere Grußworte überbrachten Stadtverordnetenvorsteherin Dr. Erika Ober, Kreistagsmitglied des Odenwaldkreises Rekha Krings und Andreas Winkel, Beauftragter der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen.
„Ich freue mich, dass wir als Landesregierung dazu beitragen können, dass gerade auch an zentralen Orten unserer Städte und Gemeinden Barrieren aus dem Weg geräumt werden – an Orten wie dieser wunderschönen historischen Altstadt, in der Bürgerinnen und Bürger zusammenkommen, Erledigungen machen oder essen gehen und die so für möglichst alle nutzbar wird. Barrierefreiheit sichert gleichberechtigte Teilhabe, die wir als ein zentrales Anliegen in unserem Koalitionsvertrag verankert haben“, sagte Hofmann.
Auch die Stadtverordnetenvorsteherin Dr. Erika Ober würdigte die Förderung als wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer barrierefreien Innenstadt. „Nach der ersten Veröffentlichung mit dem Hinweis auf die notwendige Verbesserung der Barrierefreiheit in unserer historischen Innenstadt in Michelstadt im Dezember 2021 freuen wir uns heute nach knapp fünf Jahren intensiver Kommunikation über die Übergabe des Förderbescheides für unser Projekt ‚Barrierefreie Innenstadt‘ durch Frau Ministerin Heike Hofmann gemeinsam mit dem Leiter der Stabsstelle UN-BRK Herr Winfried Kron“, hob sie in ihrem Grußwort hervor. „Wir sind sehr dankbar für die finanzielle Unterstützung und wir werden auch in Zukunft als Stadtverordnete über die Fraktionen hinweg als Cittaslow Michelstadt daran mitarbeiten, dass Teilhabe und Erreichbarkeit für alle Menschen in der Altstadt möglich sein werden.“
Bürgermeister Dr. Tobias Robischon betonte ebenfalls die Bedeutung der Förderung für die Stadt: „Unsere historische Innenstadt prägt das Stadtbild und sorgt für die besondere Atmosphäre in Michelstadt. Gleichzeitig stellen unsere historischen Straßen und Plätze Menschen mit Einschränkungen vor besondere Herausforderungen. Deshalb freuen wir uns sehr über die Unterstützung des Landes, damit wir vorhandene Barrieren gezielt reduzieren können, ohne Abstriche bei der Attraktivität unserer Innenstadt machen zu müssen. Herzlichen Dank für diese wichtige finanzielle Grundlage.“
18 Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit
Mit der Förderung können insgesamt 18 Maßnahmen umgesetzt werden. Die Förderung erfolgt als Teil der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Rund 85 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben werden durch die Förderung abgedeckt.
Geplant sind unter anderem die Begradigung von Pflasterflächen beziehungsweise deren barrierefreie Gestaltung mit Natursteinplatten, die Abflachung von Bordsteinen und Gehwegen sowie der Bau neuer Rampen oder die Anpassung bestehender Rampen. Darüber hinaus sollen taktile Elemente installiert werden, die Menschen mit Sehbehinderungen eine bessere Orientierung ermöglichen.
Mit dem Projekt soll die historische Innenstadt für alle Menschen besser zugänglich und nutzbar werden und zugleich ihr besonderer Charakter erhalten bleiben.




