Cittaslow-Konzept

Der Beerengarten an der historischen Stadtmauer ist eines der Cittaslow-Projekte in Michelstadt.
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Der Beerengarten an der historischen Stadtmauer ist eines der Cittaslow-Projekte in Michelstadt.

Wir leben in einer Zeit, in der ein Großteil des Wissens mit einigen wenigen Mausklicken erreichbar ist. Eine einfach Geste der Hand genügt, um Wissen, Informationen und Kenntnisse aus dem Internet herunterzuladen. Gleichzeitig strebt die Wirtschaft danach, zu globalisieren, zu fusionieren und Kulturen, Gesellschaften sowie Machtstreben zu nivellieren.

Die von Carlo Petrini initierte Slow Food-Bewegung und das Bauernnetzwerk Terra Madre zeigen, wie es trotzdem möglich ist, kleinere Städte und Gemeinden hervorzuheben. Sie nutzen das Internet positiv, indem sie ein Netzwerk bilden, um Erfahrungen, Kulturen sowie innovative Ideen und Projekte auszutauschen.

Auf diesem fruchtbaren Boden entstand Cittaslow, ein internationales Netzwerk, das an Slowfood anknüpft und im Oktober 1999 in Orvieto, Italien, gegründet wurde. Mit einem Netzwerk, das sich über 25 Länder erstreckt, ist Cittaslow heute das internationale Markenzeichen für Städte und Gemeinden, die sich um eine höchstmögliche Lebensqualität für ihre Bürger, Unternehmer und Gäste bemühen.

In Deutschland gibt es derzeit 25 Klein- und Mittelstädte mit dem Cittaslow-Zertifikat, die nicht mehr als 25.000 Einwohner haben. Alle sind touristische Urlaubs- und Naherholungsziele. Neben den erfüllten Kriterien und deren weitere nachhaltige Umsetzung, spielen auch neue Fragestellungen, wie z. B. nachhaltige Energie- und Umweltpolitik, Barrierefreiheit und Inklusion sowie gezielte Siedlungsflächensteuerung und Innenstadtentwicklung eine Rolle. Hier kann der Cittaslow-Ansatz vor allem als Leitbild fungieren. Es sind jedoch nicht immer neue Themenfelder. Der Cittaslow-Ansatz möchte ein Plädoyer sein für eine Veränderung der Einstellung zu verschiedenen Themenfeldern.


Quelle: Cittaslow Deutschland, www.cittaslow.de