Baustart in der Kellereibergstraße am 7. April 2026

Michelstadt, 27. März 2026. Unmittelbar nach Ostern, am 7. April 2026 beginnt die grundhafte Sanierung der Kellereibergstraße. Die Straße wird zwischen Wiesenweg und Lindenplatz auf einer Gesamtlänge von rund 385 Metern neu gebaut. Aufbau und Straßenbelag werden erneuert, nahezu alle Leitungen ausgetauscht, Gehwege neu gestaltet, eine barrierefreie Bushaltestelle eingerichtet und die Straßenbeleuchtung modernisiert.

„Ziel der Planung war es, die neue Kellereibergstraße aufzuwerten – sowohl funktional als auch stadtgestalterisch“, erläutert Bürgermeister Dr. Tobias Robischon. „Dabei wurden die unterschiedlichen Verkehrsanforderungen bestmöglich miteinander verknüpft.“

Bauamtsleiterin Alexandra Erle und Projektleiter Farshad Shahgholi, die den Neubau in den vergangenen Monaten gemeinsam mit dem Planungsbüro PJG Planungsteam Jakobs Gänssle GmbH geplant und koordiniert haben, ergänzen: „Durch die Neugestaltung werden die Verkehrsflächen für die verschiedenen Nutzungen künftig klar getrennt. Die Fahrbahn ist durchgehend mit einer Breite von 6,50 Meter angelegt. Ein gepflasterter Mittelstreifen zwischen Wiesenweg und der Einmündung Erbacher Straße macht die Fahrbahn optisch schmaler und führt zu einer reduzierten Geschwindigkeit.“ Dadurch entsteht ein homogener Verkehrsfluss, der zu geringeren Lärm- und Schadstoffemissionen beitragen soll. Die Neugestaltung schafft neben der optischen Geschwindigkeitsreduzierung einen harmonischen Übergang vom Altstadtbild in die Straßenzüge im nahen Umfeld der Kellereibergstraße.

Mehr Fußgängerüberwege

Die Anzahl der Fußgängerüberwege wird von zwei auf fünf erhöht, um vor allem den Schülerinnen und Schülern das Queren der Straße zu erleichtern. Alle Querungen werden barrierefrei ausgeführt.

Die Einmündung zur Erbacher Straße wird als „Minikreisel“ mit 17 Metern Durchmesser ausgeführt. Dieses neue Element verbessert sowohl die Verkehrssicherheit als auch den Verkehrsfluss. Große Fahrzeuge, etwa zwei Busse, können bei Bedarf die Mittelinsel überfahren, sodass die Begegnungen künftig leichter möglich sind.

Vergrößerung des verkehrsberuhigten Bereichs

Außerdem wird der gepflasterte Bereich vom Lindenplatz bis zur Einmündung der Erbacher Straße vorgezogen. Diese Neugestaltung schafft eine klare Achse von der Kellereibergstraße in die Erbacher Straße in Richtung Hallenbad. Das neugeschaffene Straßenbild betont in Kombination mit neuen Grünelementen die Einfahrt in die Altstadt deutlich.

Durch die Pflasterung vergrößert sich die verkehrsberuhigte Zone – das fördert verlangsamtes Fahren und soll den Durchgangsverkehr aus dem historischen Kern auf die Hauptstraßen verlagern.

Der Radwegverkehr wird wie bisher weitergeführt; die geplanten Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung erhöhen die Sicherheit für Radfahrende. Ein separater Radweg lässt sich an diesem Standort aus baulichen Gründen nicht realisieren.

Standfestigkeit der Stadtmauer verbessern

Im Zuge der Straßenbaumaßnahme muss die Standfestigkeit der angrenzenden Stadtmauer verbessert werden. Die Natursteinmauer verläuft zwischen dem Burggraben-Parkplatz und dem Gehweg der Kellereibergstraße auf einer Länge von rund 40 Metern. Diese Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde.

„Die Kellereibergstraße ist eine der Hauptverkehrsadern in Michelstadt“, hebt der Bürgermeister hervor. „Als Verbindung zwischen der Bundesstraße, dem Großparkplatz, den Verbrauchermärkten, der historischen Altstadt und den Schulen ist sie eine der meistgenutzten Straßen der Stadt – von Fußgängerinnen und Fußgängern ebenso wie von motorisierten Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern. Insbesondere für den Linienbusverkehr ist sie eine der wichtigsten Straßen im Odenwaldkreis. Diese Tatsache konnte bei der Planung nicht außer Acht gelassen werden.“

Diese intensive Nutzung sei neben dem Alter der Straße auch einer der Gründe, warum eine Sanierung unumgänglich ist. Die Straße weise zahlreiche Schäden auf. Deshalb stehe sie schon seit Jahrzehnten auf der Sanierungsagenda. „Wir freuen uns, dass es endlich losgeht“, so der Bürgermeister. „Gleichzeitig stellt uns die Maßnahme vor erhebliche Herausforderungen, denn der Verkehr soll während der Bauzeit mit möglichst geringen Behinderungen weiterfließen.“

Sieben Bauabschnitte geplant

Die Maßnahme wird daher in sieben Bauabschnitten durchgeführt, wobei es in jedem Abschnitt zu Vollsperrungen kommen wird. Der Schulbusverkehr wird über alternative Routen bis zum Gymnasium geführt. Der Citybus wird die Sperrungen umfahren.

Während der gesamten Bauzeit wird der Parkplatz Kellerei vorrangig für Baufahrzeuge, Materiallagerung sowie für die Fahrzeuge der Anwohnerinnen und Anwohner der jeweils betroffenen Bauabschnitte genutzt und steht daher nur eingeschränkt zur Verfügung.

Der erste Bauabschnitt liegt zwischen der Einmündung Neutorstraße und der Einfahrt zum Parkplatz Kellerei. Der erste Abschnitt soll im September 2026 abgeschlossen sein. Der zweite Bauabschnitt, von der Parkplatzeinfahrt bis zur Einmündung Erbacher Straße ist ab Oktober 2026 bis ins Frühjahr 2027 geplant, wobei eine witterungsbedingte Winterpause berücksichtigt wird.

Wenn alles planmäßig verläuft, wird die gesamte Maßnahme im Frühjahr 2028 abgeschlossen sein.