Wissenswertes zur Kommunalen Wärmeplanung

Hier sind einige allgemeine Informationen zur kommunalen Wärmeplanung sowie weitere Quellen für Details zusammengefasst.

Am 10. Juli 2026 wurde im Bundestag die Ablösung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) durch das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) beschlossen und am 29. Juli 2026 verkündet. Mit der Gesetzesänderung wird die Kopplung zum Wärmeplanungsgesetz aufgegeben. Die Regelung des GEG sah vor, dass mit dem verpflichtenden Fertigstellungsfrist für die kommunalen Wärmepläne in 2028 (in Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern in 2026) die sog. 65%-Regelung greift. Nach dieser hätten neu eingebaute Heizungen in Bestandsgebäuden ihren Energiebedarf zu 65 % aus nachhaltigen Quellen decken müssen. Stattdessen gilt nun im Wesentlichen die Übergangsregelung des GEG zeitlich unbegrenzt weiter. Diese sieht vor, dass beim Betrieb neu eingebauter Öl- und Gasheizungen ein stufenweise ansteigender Anteil sog. grüner Gase bzw. grüner Brennstoffe beigemischt werden muss (sog. Biotreppe).

Der Endbericht zur kommunalen Wärmeplanung der Stadt Michelstadt beschreibt verschiedene Technologien zur Gestaltung der Wärmewende, die für Gebäude in einem Gebiet besonders geeignet scheinen. Auch finden sich Betrachtungen zur Verfügbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Eignung der vorhandenen Infrastruktur insbesondere im Bezug auf sog. „grünen“ Wasserstoff.

Die preisliche Entwicklung dieser Brennstoffe bei begrenzter Verfügbarkeit und zusätzlicher CO2-Bepreisung ist mit großen Unsicherheiten verbunden. Hinzu kommt: Je niedriger die Anschlussquote im Gasnetz desto teurer werden die Netzentgelte für die verbleibenden Nutzer. Wer heute über einen Heizungstausch nachdenkt, sollte sich daher unbedingt umfassend und unabhängig beraten lassen, um eine informierte Entscheidung über ein neues Heizsystem treffen zu können ohne im Nachhinein mit vermeidbaren Kosten konfrontiert zu sein.

Der Odenwaldkreis bietet in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Energieberatung vor Ort in Erbach eine unabhängige und individuelle Energieberatung an. Zur Terminabsprache kontaktieren Sie bitte die Klimaschutzmanagerin des Odenwaldkreises Lea Bruder, E-Mail: l.bruder@odenwaldkreis.de Tel: 06062 / 70-1356.

Weitere Angebote der Verbraucherzentrale Energieberatung:

Kostenfreie Telefonberatung unter 0800 / 809 802 400 (keine Terminabsprache erforderlich): Montag bis Donnerstag 8 bis 18 Uhr, Freitag 8 bis 16 Uhr

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Die Erstellung des kommunalen Wärmeplans für die Städte Erbach und Michelstadt wurde durch die Nationale Klimaschutzinitiative gefördert.

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Logos der Fördereinrichtungen

Weitere Informationen auch unter: www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie

Förderkennzeichen: 67K29287
Laufzeit: 01.09.2024 – 31.08.2026