Alte Münze

Die Alte Münze
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Die Alte Münze

Das Gebäude in der Untere Pfarrgasse 19 blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: Einst diente es den Grafen zu Erbach als Münzstätte und später als städtisches Krankenhaus.

Im Jahr 1541 verlieh Kaiser Karl V. den Grafen Eberhard und Georg von Erbach das Recht der Münzprägung (Münzrecht). Damit durften sie an einem Ort ihrer Wahl Gold- und Silbermünzen rheinischer Währung durch einen Münzmeister prägen – ein Privileg von großer wirtschaftlicher und politischer Bedeutung für die Grafschaft Erbach.

Das Gebäude in der Unteren Pfarrgasse 19 war die zentrale Stätte dieser Münzprägung. Mit dem Ende der Selbständigkeit der Grafschaft im Jahr 1806 und der Eingliederung in das Großherzogtum Hessen-Darmstadt endete auch die Münzhoheit der Erbacher Landesherren.

Von 1885 bis 1968 erhielt das Haus eine neue Funktion als städtisches Krankenhaus. Heute steht es als Zeugnis der wechselvollen Geschichte Michelstadts und verbindet mittelalterliche Wirtschaftstradition mit späterer städtischer Nutzung.