Zentgraf-Fuchs-Haus

Das Gebäude in der Neutorstraße 6 ist ein herausragendes Beispiel historischer Fachwerkbaukunst und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück.
Über dem massiven Unterbau des Hauses sind zahlreiche geschweifte und geradlinige Andreaskreuze sichtbar, besonders beeindruckend ist das östliche Giebelfachwerk. Der hohe, großzügige Dachraum deutet darauf hin, dass das Gebäude ursprünglich als herrschaftlicher Speicher genutzt wurde.
Aus alten Urkunden geht hervor, dass Zentgraf Fuchs das Haus 1561 von Georg I. zu Erbach erwarb und hier anschließend wohnte. Das erste Obergeschoss beherbergte einen großen Saal, der vermutlich sowohl Wohnzwecken als auch Amtshandlungen diente.
Im 18. Jahrhundert wurde über dem Haus das Wappen mit dem springenden Fuchs angebracht, wodurch das Gebäude seinen heutigen Namen, Zentgraf-Fuchs-Haus, erhielt – ein lebendiges Zeugnis von Architektur, Geschichte und lokaler Herrschaftstradition.
