Zweite öffentliche Veranstaltung stieß auf großes Interesse

Am 11. Februar 2026 fand die zweite Öffentlichkeitsveranstaltung zur Kommunalen Wärmeplanung im großen Sitzungssaal im Stadthaus Michelstadt statt.

Bürgermeister Dr. Tobias Robischon begrüßte zu Beginn der Veranstaltung alle Interessierten im eigenen Haus. Romina Hafner und Steffen Molitor vom Planungsbüro EnergyEffizienz aus Lampertheim, stellten vorerst das letzte Mal den Stand der Kommunalen Wärmeplanung zu Zielszenarien und Wärmewendestrategie in Erbach und Michelstadt öffentlich vor.

Zur grundsätzlichen Einführung wurde eingeordnet, welche Rolle die Kommunale Wärmeplanung für die Umsetzung der Wärmwende einnimmt. Betont wurde dabei, dass der Wärmeplan wichtige Grundlagen liefert und die strategische Ausrichtung vorgibt, er aber inhaltlich und im Detailgrad begrenzt ist und nicht alle Fragen klären kann.

Anhand anschaulicher Praxiseispiele wurden Wärmenetzlösungen aus Kommunen vorgestellt,die sich bereits auf den Weg gemacht haben. Dabei wurde deutlich, dass seit vielen Jahren sowohl in Dörfern als auch in Klein- und Mittelstädten technologisch und organisatorisch passgenaue Wärmewendeprojekte erfolgreich umgesetzt werden.

Das vorgestellte Zielszenario sieht entsprechend den bundesweiten Vorgaben eine schrittweise Emissionsreduktion bis 2045 vor. Es ist ambitioniert, wird jedoch durch Fokusgebiete und eine Umsetzungsstrategie ergänzt, die konkret nächste Schritte benennen. So konnten Hafner und Molitor bei der Vorstellung der Präsentation deutlich machen, welche Wege für die Wärmewende Michelstadt und Erbach offenstehen. Auf Grundlage der nun vorliegenden Auswertungen und aus der Vielzahl der technologischen Möglichkeiten und Betreibermodelle gilt es, in den nächsten Jahren mit Machbarkeitsstudien zu prüfen, welche Maßnahmen sowohl technisch als auch wirtschaftlich umgesetzt werden könnten. Deutlich wurde dabei, dass die Aufgaben kein Sprint, sondern ein Marathon sind.

Rund um die Fragen, Antworten und sonstigen Wortmeldungen während der Präsentation und im Anschluss daran wurde die Bandbreite der Perspektiven und Erwartungen aus der Bevölkerung zum Thema deutlich. Ein Spannungsfeld waren dabei die Grenzen und Möglichkeiten kommunaler Angebote und gemeinschaftlicher Maßnahmen und die individuelle Verpflichtung zur Eigeninitiative.

Im kommunalen Handlungsraum, der durch finanzielle Möglichkeiten und Personalmangel bereits eingeschränkt ist, muss aus der Vielzahl der wichtigen Themen und zukunftsweisenden Aufgaben einzelnen Projekte durch politische Entscheidungen Priorität eingeräumt werden. Das private Eigenheim dagegen steht primär in der Verantwortung der Eigentümerin oder des Eigentümers – etwa bei der Sanierung von Gebäuden oder dem Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme.

Unbestritten blieb, dass die Wärmewende alle angeht und sich die Herausforderungen nur gesamtgesellschaftlich lösen lassen. Auf dem Weg dorthin lässt das Thema niemanden kalt.

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle allen Zuhörenden und Fragestellenden, die zu einem den anregenden und informationsreichen Abend beigetragen haben.

Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, lokale Initiativen, Akteure und Interessierte sind weiterhin eingeladen sich einzubringen. Der vorläufige Endbericht ist öffentlich einsehbar und weiter unten zu finden. Bei Interesse können Kritik, Anregungen, Wünsche und Stellungnahmen abgegeben werden.

Die Annahme der Stellungnahmen erfolgt

per Post                                                   oder

Magistrat der Stadt Michelstadt,                               Magistrat der Kreisstadt Erbach
Frankfurter Straße 3,                                                   Neckarstraße 3
64720 Michelstadt                                                       64711 Erbach

oder während der jeweiligen Öffnungszeiten der Stadtverwaltungen in Erbach oder Michelstadt zur Niederschrift oder

per E-Mail unter edelmann@michelstadt.de oder rene-ludebuehl@erbach.de.

 

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Weitere Informationen auch unter: www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie

Förderkennzeichen: 67K29287

Laufzeit des Vorhabens: Mai 2025 bis März 2026